Elektromobilität in der unternehmerischen Tätigkeit – was sind die Steuervorteile und praktische Auswirkungen?
23.02.2026
Elektromobilität ist nicht mehr nur ein Umweltthema, sondern auch ein steuerliches Thema. Die sukzessive Verschärfung der Emissionsregelungen in der EU spiegelt sich auch in der tschechischen Steuergesetzgebung wider. Wie sind die wesentlichen Auswirkungen für die Unternehmer?
Das Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuergesetz unterscheidet zwischen emissionsfreien und emissionsarmen Fahrzeugen, wobei die emissionsfreien (zum Beispiel reine Elektrofahrzeuge) stärkere Förderung genießen – niedrigere Versteuerung des geldwerten Nutzens des Mitarbeiters bei privater Nutzung eines Dienstwagens (0,25 % des Eingangspreises monatlich), Möglichkeit von Sonderabschreibungen bis zu 100 % des Eingangspreises innerhalb von 24 Monaten (§ 30a EStG) und gleichzeitig sind nicht Gegenstand der Kfz-Steuer.
Aus steuerlicher Sicht ist zudem die zutreffende Behandlung der Stromkosten von wesentlicher Bedeutung. Liegt kein Nachweis über den tatsächlichen Strompreis vor, kann der durchschnittliche (Referenz-)Strompreis verwendet werden, der durch die Reisekostenverordnung festgelegt wird.
In der Praxis ist auf häufige Abweichungen zwischen dem vom Hersteller angegebenen Verbrauch und dem tatsächlichen Stromverbrauch im regulären Fahrzeugbetrieb hinzuweisen. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Smart-Apps, die die Ladevorgänge exakt erfassen und eine nahezu unverzerrte Ermittlung des tatsächlich verbrauchten Stroms ermöglichen.